Erste Gedanken
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1. Maße

Alle Maßangaben in Millimeter!

Außenmaße
Dimension Maß

Höhe

1100

Breite

600

Tiefe

500

2. Einzelteile

Nummer (#) Bezeichnung Länge Breite Stärke Menge Bemerkung

1.1

Beine vorne

1100

40

40

2

unten verjüngend

1.2

Beine hinten

1180

40

40

2

unten verjüngend

2.1

Arbeitsfläche Rahmen oben/unten

600

80

19

2

2.2

Arbeitsfläche Rahmen links/rechs

370

80

19

2

2.3

Arbeitsfläche Füllung

???

???

12

1

Tischlerplatte?

2.4

Arbeitsfläche vordere Kante

600

30

19

1

3

Obere Ablage

600

120

19

1

4.1

Ablagekasten vorne

1

4.2

Ablagekasten hinten

1

4.3

Ablagekasten seitlich

2

4.4

Ablagekasten Boden

1

Tischlerplatte?

5.1

Seitliche Ablage Fläche

1

5.2

Seitliche Ablage Front

2

5.3

Seitliche Ablage Führungsleiste

2

6.1

Verstrebung links/rechts

6

6.2

Verstrebung vorne/hinten

4

7

Zwischenboden

1

3. Einzelheiten

3.1. Beine (#1)

Die Beine sind quadratisch und verjüngen sich unterhalb der untersten Streben (auf die Hälfte). Die Verjüngung findet nur auf den inneren Beinseiten statt.

3.2. Arbeitsfäche (#2)

Die Arbeitsfläche ist in Rahmenbauweise erstellt. Die Friese sind mittels Nut und Zapfen miteinander verbunden. Die waagerechten Friese tragen den Zapfen, die senkrechten die Nut.

Die Fläche steht über den darunter befindlichen Kasten hinaus.

Die Füllung in der Mittelfläche kann aus Plattenmaterial bestehen. Sie ist in eine Nut in den Rahmen eingelassen. Sie schließt unten bündig ab und springt oben etwas zurück, so dass das Leder, das außen auf die Füllung geklebt ist, bündig mit dem Rahmen abschließt.

Vorne ist die Arbeitsfläche mit einer Stoppleiste abgeschlossen. Da die Fläche eine leichte Neigung hat, ist zu überlegen, ob diese Stoppleiste senkrecht zum Boden oder senkrecht zur Arbeitsfläche angebracht werden soll. Ästhetisch ist vermutlich letzteres vorzuziehen.

Die Stoppleistes ist über Domino-Dübel mit der Arbeitsfläche verleimt.

3.3. Obere Ablage (#3)

Die obere Ablage erhält rechts eine Ablagemulde für Stifte.

Obere Ablage und Arbeitsfläche sind über Blattscharniere miteinander verbunden.

3.4. Ablagekasten (#4)

Die Höhe des Ablagekastens ist hinten so, dass hier CD-Hüllen aufrecht stehen können.

Der Boden des Kastens kann aus Plattenmaterial bestehen. Er schließt bündig mit den seitlichen Begrenzungsbrettern ab. Der Boden hat außen einen Falz, der in eine Nut in den Begrenzungsbrettern greift.

3.5. Seitliche Ablage (#5)

Unter dem Ablagekasten ist ein Ablagebrett angebracht, das seitlich herausgezogen werden kann.

MM Stehpult Eiche XXL mit Auszug 09

Es wäre wünschenswert, wenn das Herausziehen sowohl nach links als auch nach rechts erfolgen könnte. Für beidseitiges Herausziehen müssten die Linearführungen mittig unter dem Ablagekasten montiert werden. Dann müssen aber mit Sicherheit die Stirnseiten der Linearführungen offen bleiben. Damit bliebe im eingeschobenen Zustand aber eine hässliche Lücke, durch die man auf die Stirnseiten der Linearführungen blickt. Das möchte ich vermutlich nicht. Also wird das Herausziehen wohl nur einseitig möglich sein.

3.6. Verstrebungen (#6)

Alle Verstrebungen sind gleich stark. Sie sind mittig in die Beine eingezapft.

Der Abstand der Verstrebungen, die den Zwischenboden tragen, zu den Verstrebungen unter dem Ablagekasten ist so groß, dass hier Aktenordner abgestellt werden können.

Die zwei seitlichen Streben in diesem Fach sind genau mittig angebracht.

Dier untere Rahmen aus Verstrebungen teilt die Höhe vom Zwischenboden bis zum Fußboden in zwei gleiche Teile.

3.7. Zwischenboden (#7)

Der Zwischenboden ist aus Lamellen zu einer Platte zusammengeleimt.

Er steht etwas über die Verstrebungen hinaus uns springt etwas hinter die Beine zurück (??).

4. Materialien

Material Beschreibung Menge Preis Quelle

Holz

Esche

ca. 3500x300x52

87,05 € brutto

https://holz-dahlinger.de/

Linearführung

Linearführung

Leder

Für Arbeitsfläche

300x500

34 €

Leder-Flach in Kiel

Scharniere

Zwischen Arbeitsfläche und oberer Ablage

2 (3?)

IMG 20260303 145240
Esche-Bohle
IMG 20260309 173332
Leder

5. Quellen

6. Konstruktion

Bisher habe ich für die Modellierung meiner Projekte das Programm Sketup genutzt. Das ist in meinen Augen aber kein wirkliches CAD-Programm. Für kleine Projekte mag das gehen, aber ich wollte immer schon mal ein ernsthaftes Programm benutzen und habe mich eine Weile mit FreeCAD beschäftigt. Das war aber ziemlich nervenaufreibend, weil es unter Windows einfach keine hinreichende Stabilität aufwies. Möglicherweise ist das mit neueren Versionen besser, aber auch einige Vorgehensweisen fand ich gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig.

Also habe ich Autodesk Fusion 360 probiert. Davon gibt es eine Gratis-Version für den persönlichen Gebrauch. So ein CAD-Programm ist naturgegeben ausgesprochen komplex und auch um nur simple Dinge zu bewerkstelligen, muss man sich erst einmal aufwendig einarbeiten. Ich habe Dutzende Youtube-Videos konsumiert und immer wieder kleine Test-Projekte aufgesetzt. Ich war mächtig beeindruckt, was das Programm an Funktionalität bietet und habe anfangs auch gute Fortschritte gemacht. Aber irgendwann ging es nicht mehr befriedigend vorwärts und ich habe mich mehrfach so verfranst, dass ich immer wieder hoffnungslos steckengeblieben bin.

Daraufhin habe ich erst mal eine umfangreichere Recherche durchgeführt, welche unterschiedlichen CAD-Programme eigentlich auf dem Markt sind, welche wesentlichen Unterschiede zwischen ihnen bestehen und wie andere, im dem Bereich erfahrenere Anwender die einzelnen Programme bewerten. Dadurch bin ich auf SolidWorks gestoßen, das mehrfach recht ermutigende Kritiken erhalten hat. Die einzige Kröte: es gibt für normal Sterbliche keine kostenfreie Version zum Ausprobieren! Andererseits kostet die Version für den persönlichen Gebrauch nur ca. 48 Euro pro Jahr. Das wäre gerade noch verschmerzbar, auch wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass ich mit dem Programm doch nicht arbeiten kann oder will.

Also habe ich nochmal über zwei Wochen mit SolidWorks und dutzenden zugehöriger Youtube-Videos gekämpft. Ganz allmählich habe ich dann doch Land gesehen und schließlich Oberwasser bekommen!

SolidWorks1
Erstes Modell mit SolidWorks

7. Herstellung der Einzelteile

Zwar hatte ich das Holz schon frühzeitig besorgt, aber ich wollte mich bei meinem Kampf mit den CAD-Programmen nicht ablenken und habe es so lange nicht angerührt, bis ich mir sicher war, dass ich hinreichend genaue technische Zeichnungen erstellen konnte.

7.1. Beine

Ich habe mir extra eine 52mm starke Eschenbohle gekauft, damit ich die 40mm starken Beine in einem Stück daraus sägen kann. Dazu musste die Bohle zuerst mit Tauchsäge und Führungsschiene besäumt werden. Das war insofern nicht ganz trivial, als meine Tauchsäge nominell zwar eine Schnitttiefe von 55mm hat — aber mit Führungsschiene leider nur knappe 50mm! So musste ich also die letzten paar Millimeter mit der Ryoba durchtrennen. Außerdem war neben der Stärke auch die schiere Dichte des Holzes hart an der Leistungsgrenze meiner Säge.

7.2. Oberer Kasten

Front
TZ Kasten.Front

Die überstehenden Zapfen, die in die Beine fassen, habe ich anfangs mit einer Breite von 90mm bemaßt. Dann musste ich aber feststellen, dass ich mit meinem Pantorouter aber nur maximal 3" lange Nuten bzw. Zapfen herstellen kann. Also sind sie nun faktisch nur 75mm lang.

Rückseite
TZ Kasten.Rückseite

Auch hier musste ich auf die Begrenzungen des Pantorouters Rücksicht nehmen. Statt eines 130mm langen Zapfens habe ich zwei 2" lange gefräst.

Seitenwand
TZ Kasten.Seite

Die Zapfen sind hier entsprechend den Anmerkungen bei der Front und der Rückseite 3" bzw. zwei mal 2" lang.

Boden
TZ Kasten.Boden

7.3. Arbeitsfläche

Ablage
TZ Arbeitsfläche.Ablage
Waagerechte Friese
TZ Deckel.Rahmen.Waagerecht
Senkrechte Friese
TZ Deckel.Rahmen.Senkrecht
Füllung des Deckels
TZ Deckel.Rahmen.Füllung

8. Zusammenbau

8.1. Kasten und Beine

Die Bretter des oberen Kastens sind mit Nut und Zapfen in die Beine eingelassen. Diese Verbindung lässt sich super mit meinem Pantorouter herstellen.