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Stummel macht A-Kurs

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\centering{Stummel auf See} \end{minipage} }%end fbox

Eigentlich wäre dieses typische ``Fupp'' fällig gewesen, aber die donnernde Brandung übertönt jedes Geräusch. Mit dem Kopf unter Wasser hängend versuche ich zwei Probleme zu lösen: Erstens die Beantwortung der Frage, wie es passieren konnte, dass mein Paddel an der Steckhülse auseinander gerutscht ist und zweitens, wie ich wieder an die Luft kommen soll, ohne eine der beiden Paddelhälften aufzugeben. Ich hänge eine Weile unentschlossen unter meinem Boot, weil mir beide Probleme irgendwie unlösbar erscheinen. Griesgrämig füge ich mich der Zwangsläufigkeit, dass ich mich von einer lieb gewonnenen Hälfte meines Paddels verabschieden muss und stehe schon wieder vor einem Problem: von welcher? Immerhin bin ich so schlau, mich für die Hälfte zu entscheiden, die notdürftig durch die Paddelleine gesichert ist.

Spritzdecke auf und ja darauf achten, auf der seewärtigen Seite des Kajaks zu bleiben -- zur Schonung der Knochen. Etwas unelegant aber schließlich erfolgreich meistere ich meinen Weg bis zum Strand. Beim Einsammeln meiner Siebensachen -- worunter sich auch beide Paddelhälften befanden -- löst sich dann auch das erste meiner Probleme: Das Paddel ist gar nicht auseinander gerutscht sondern durchgebrochen. Das hierbei fällige ``Knack'' war dem gleichen Schicksal zum Opfer gefallen, wie das eigentlich erwartete ``Fupp''.

Wie kommt man in so eine Lage? Nun das ist ein wenig so wie Fußpilz. Man wird, ohne es wahrzunehmen, infiziert, fühlt sich aber nicht wirklich krank. Bald darauf fängt es an zu jucken und später brennt es dann sogar. Man macht einige RSTs, die die Sache aber eher verschlimmern. Schließlich meldet man sich zu einem A-Kurs bei der SaU an. Und damit nimmt das Schicksal dann seinen Lauf.

Die Frage, die mich während der Vorfreude auf den Kurs am meisten beschäftigte, war die nach den Mitpaddlern. Was werden das für Menschen sein, die sich dieser doch etwas ausgefallenen Betätigung aussetzen? Die Teilnehmerliste verspricht eine bunte Mischung: Neben mir aus Kiel ein gewisser Gunnar aus Hamburg, so ein Werner aus Dinslaken, eine gewisse Renate aus Gummersbach, Klaus aus Mühlheim, und ein sogenannter Gerd aus Herzogenaurach. Hamburg gestehe ich noch eine gewisse maritime Bindung zu, aber bei den anderen Orten kämen bei mir nicht unbedingt salzwasserfeuchte Gedanken. Nun denn.



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Mathias-H. Weber